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Tag 76 - Elektro

Auf diesen Tag habe ich mich ganz besonders gefreut. Heute kam der lang ersehnte Elektriktermin.

 

Pünktlich um 8.00 Uhr kamen die Jungs von MSE mit jeder Menge Kabel im Schlepptau.

 

Eins vorne weg: Wir bekommen ein SmarHome, um genau zu sein ein Loxone-Smarthome.

 

Viele Stunden habe ich damit verbracht mich ins Thema SmartHome einzulesen.

Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt.

 

Im ersten Step sollte man sich überlegen was man denn alles steuern bzw. automatisieren will. Ist es ein Neubau oder eine Bestandsimmobilie? Funk oder Kabel? Und zum Schluss, natürlich, auch eine Frage des Budgets.

Besonders die letzte Frage beschäftigte mich lange.

Sucht man im Internet nach SmartHome stößt man auf unzählige Foreneinträge, Homepages, Shops oder Videos. Sobald man etwas Zeit damit verbingt die Beiträge zu druchstöbern stellt man schnell fest, dass es keinen Festpreis für ein SmartHome gibt. Die Preise variieren je nach System und den Anforderungen enorm.

 

Für uns lagen folgende Systeme in der näheren Auswahl...

 

Warum wir uns für Loxone entschieden haben? Lest weiter...

 

KNX - der SmartHome Standard

 

Eins der ersten Systeme über das ich gestolpert bin.

KNX ist ein offenes System, das vor allem in der Vielfältigkeit und der Auswahl an verschiedensten Komponenten bietet. Sensoren und Aktoren gibt es von nahezu jedem großen Hersteller. Die KNX-Gemeinde hat einige sehr gute Foren, in denen nahezu jedes Vorhaben schonmal realisiert bzw erklärt oder disskutiert wurde.

Die Verkabelung findet im Optimalfall per Bus-Kabel oder dem sogenannten EIB-Kabel statt. Am besten Sternförmig, das heisst alle Verbraucher und Sensoren werden vom Schaltschrank aus verkabelt.

Diese Art der Verkablung bietet enorme flexibilität, weil von jeder Schaltstelle aus jeder Verbraucher oder Aktor geschaltet werden kann.

So kann man vom Schalter im Kinderzimmer beispielsweise die Garage öffnen (um ein übertriebenes Beispiel zu nennen)

 

Warum haben wir uns gegen KNX entschieden?

- Um KNX zu programmieren braucht man ein spezielles Programm, dass in der Regel ca 1000€. Die Programmierung sollte von einem Fachmann durchgeführt werden. Man kann es auch selber lernen, ist mir aber zu kompliziert.

- Preis: In Summe, würde ich behaupten, kostet eine KNX-installation am meisten. Allerding hat man auch keinerlei Einschränkungen (bis auf die Programmierung). Die Auswahl an Komponenten ist gigantisch.

- Ich habe niemanden im Umkreis gefunden, der Erfahrung mit KNX aufweisen konnte.

 

Homematic

 

Ein weiteres Systen, mit dem ich mich länger beschäftigt habe. Vor allem ist Homematic für die Nachrüstbarkeit bekannt. Allerdings wollte ich im Neubau so viel wie möglich verkabeln. Auf meiner Suche stieß ich schnell auf Homematic IP Wired - eine Kabelgebundene Variante der Homematic.

Auch diese sah vielversprechend aus. Die Verkabelung ist etwas einfacher als bei KNX, da auf günstigere Kabel zurück gegriffen werden kann. Die Auswahl an verfügbaren komponenten ist ebenfalls okay. Alles was man so benötigt kann man kaufen - je nach Bedarf.

 

Warum haben wir uns gegen Homematic entschieden?

 

- Homematic IP Wired wurde erst im Frühjahr releast. Ich war mir unsicher ob ich alle Komponenten rechtzeitig geliefert bekommen.

 

Loxone - das L steht für Österreich

 

Die grünen aus Österreich haben ziemlich schnell Eindruck hinterlassen. Die Verkableung erfolgt ähnlich wie bei KNX mit Netzwerkkabel oder dem "Treekabel" von Loxone. Loxone bietet verschiedenste Extansions um nahezu alles "smart" zu machen. Die Loxone eigenen Komponten sind eher im höhren Preissegemnt angesiedelt.

Es ist möglich - Komponenten andere Hersteller ins Loxone-Smarthome zu integrieren.

Die einfachste Variante fürs Loxone SmartHome ist die Tree-Variante. Die von Loxone entwickelte Technologie ist denkbar einfach zu installieren. Das Tree-Kabel dient gleichzeitig auch zur Spannungsversorgung der Treekomponenten.

Tree hat einen Nachteil: Es können nur Loxone-Komponenten verwendet werden.

 

Warum Loxone:

- einfache Programmierung

- relativ einfache Verkabelung

- große Auswahl an Komponenten

- einfache Nachrüstung über Kabel oder Funk

- Unser Elektriker ist Loxone-Partner

 

Zum Schluss fiel die Wahl auf Loxone anstatt KNX. Aufgrund der einfachen Programierung und unseres Partners.

 

 

Was hat es bei uns gekostet?

 

Um es kurz zu machen:

Die gesamte Elektroinstallation vom Haus inkl. Loxone hat uns grob 16000 € gekostet.

 

Darin enthalten sind alle Loxone Komponenten, alle Steckdose, Lichtkreise, Netzwerk, Sat-Anlage und sonstige Kabel.

Sobald ich etwas mehr Zeit habe werde ich die genauen Kosten in diesem Beitrag aufführen.

 

Und nun die Bilder :)

 

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